Geschichten die nur das Leben erzählen kann.

Part 1: Barbara Piatti

– Während eines Kunst-Therapie-Events in Basel, an welchem die Kuratorin mitwirkte, lernte sie beiläufig Barbara Piatti kennen, die Tochter von Celestino Piatti. Man lernte sich kennen, aber im Endeffekt hatte ich keine Ahnung, wer vor mir stand… Einige Wochen später und die Geschichte kam ins Rollen: Während eines privaten Dinners sah ich ein Poster an der Wand, ohne zu wissen teilte ich meine Begeisterung mit und kurze Zeit später hatte ich das Lebenswerk dieses Künstlers, als Buch in meiner Hand, geschenkt von der Gastgeberin des Abends. Glücklich wie ein kleines Kind, mitten in der Nacht in den Gassen von Basel, auf dem Heimweg kam das Unerwartete – Barbara steht mit ihren Kindern vor mir, niemand sonst auf der Strasse, Smalltalk, viel Gelächter und gute Laune, nur eine Frage stand im Raum… “Was machst du mit dem Bildband meines Vaters in deinen Händen?” …Ich könnte jetzt viel erzählen, Barbara ist die Autorin und wacht über das Gesamtvermächtnis ihres Vaters… Eine tiefe Freundschaft voller Achtung und gegenseitiger Anerkennung entstand…und nun halte ich unvollendete Werke ihres Vaters in meinen Händen und…voller Vertrauen, um ihnen neues Leben einzuhauchen…

Part 2: Steph Hermes und Rene Schlitter

Danke WhatsApp, als Mitglied meiner WhatsApp-Gruppe wurde ich auf den Namen Steph Hermes aufmerksam, wer bitte schön ist Steph Hermes…? Wie kommt er hier rein…? Die Antwort… keine Ahnung, Spass beiseite, eine Freundin klärt mich auf, “Era, schreib ihn an, er ist ein berühmter lokaler Künstler, du musst ihn kennenlernen… ok” Kurze Zeit später hatte ich eine Einladung von ihm zu seiner Vernissage in Rheinfelden. Zwei Künstler auf einer Wellenlänge, Verständnis ohne Worte, und eine tiefe Freundschaft und Zusammenarbeit entstand. Viele Vernissagen und Veranstaltungen später und wir teilten gemeinsam ein Atelier und die Idee wurde geboren… durch Reden kommen die Menschen zusammen. Ein beeindruckendes Bild fällt mir auf, doch irgendwas fehlt… hmm… jetzt ist es von mir überarbeitet und wird am 23.9. ausgestellt, wie viele andere seiner Weke – Fusion – Steph -Era. Beim Stöbern im Archiv, Werke, eine andere Handschrift, wie ist das möglich? Antwort: das Lebenswerk eines anderen Künstlers – Rene Schlitter… unvollendete Werke… vollendete Werke… wartend auf den Zweiten Atem durch mich… Die nächste Idee war geboren… Fusion-Era-Steph-Rene.

Part 3: das Atelier

Emotionen und Gedanken aus dem Mund der Künstlerin: Zweiter Wind.


In dieser Umgebung ließ ich mich von den Werken inspirieren, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Damals hatte ich eine Idee für das Projekt und fragte nach einigen seiner Werke, in denen ich andere Bilder sah. Der Künstler stellte mir freundlicherweise mehrere seiner Leinwände für die Arbeit zur Verfügung. Und dann zeigte er mir die Gemälde von René Schlittler, die der Altmeister Steph Hermes vor seinem Tod persönlich schenkte und in denen ich mehr als andere sah. So begann unsere Zusammenarbeit und Arbeit an dem Projekt.


Barbara Piatti half mir beim Einzug ins Atelier und nachdem sie von dem neuen Projekt erfahren hatte, schenkte sie mir einige Gemälde ihres weltberühmten Vaters Celestino Piatti.


Ich bin unglaublich froh über diese Zusammenarbeit und fühle eine große Verantwortung für das Vertrauen.

Währenddessen blickte ich hinter meiner Arbeit im Atelier auf das geheimnisvolle Gesicht einer Frau und den Spiegel des Schranks, mit dem ich sprechen lernte. Ich habe gezeichnet und war unglaublich glücklich. Künstlerische Werke erhielten bereits in meiner Vorstellungskraft eine neue Vision. Sie aktualisierte, beendete das Malen, überarbeitete – gab ihnen neues Leben. Bei diesem Projekt musste ich als Kuratorin die Gemeinsamkeiten zwischen meiner Vision und den Gemälden verschiedener Künstler finden, um das „Unverbundene“ in einer wunderbaren Mischung zu vereinen. Fusion ist das Wort, das am besten zur geleisteten Arbeit passt.
Auf diesem emotionalen Höhepunkt arbeitete ich, wie Steph Hermes, auch an meinen eigenen Leinwänden, die aus verschiedenen Gründen unvollendet waren. Ich glaube, dass dieses Ereignis den „toten Punkt“ verschoben und nicht nur mir und Steph Hermes einen zweiten Atemzug gegeben hat, sondern auch Werken, die in der Zeit verloren gegangen sind, ein zweites Leben geschenkt hat. Diese Idee wurde zur Grundlage des Konzepts „Fusion“. Zweiter Windhauch”.